L 21 – Waitz-Areal

FAQ – Bebauungsplan L 21

Warum konnte der Beschluss zum Bebauungsplan nicht noch länger warten?

Für das rund 10.000 qm große Areal gibt es seit 1979 mit dem Bebauungsplan L 9 Baurecht, der vordere Teil kann nach § 34 BauGB bebaut werden. Damit wäre eine dichtere und höhere Bebauung möglich, als dies der neue L 21 zulässt und viele Qualitäten wären nicht erreicht worden wie zum Beispiel die öffentliche Durchwegung oder die Vorgabe der Höhe und der Dachform an der Bischoff-Ketteler-Straße.

Hätte dann nicht eine Veränderungssperre geholfen?

Eine Veränderungssperre kann eine Bebauung verhindern, wenn diese nicht den Vorgaben der Stadtverordnetenversammlung entspricht. Für das Waitz-Areal gab es aber einen Bebauungsplan von 1979 und ab 25.06.2020 einen Aufstellungsbeschluss.

Wurde hier nur nach den Vorstellungen eines Investors geplant?

Die Stadtverordnetenversammlung hat mit den Stimmen von SPD und CDU (Grüne und Büfümü haben dagegen gestimmt !) am 25.06.2020 einen Aufstellungsbeschluss gefasst und Ziele definiert, die unabhängig von den Interessen des Eigentümers gelten.

Ziel des Beschlusses vom 25.06.2020:

Die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung von Wohnungsbau mit zwei bis vier Vollgeschossen und ergänzenden Nutzungen wie Gastronomie, Dienstleistungsgewerbe und Einzelhandel zu erstellen.

Weitere Ziele aus den Erläuterungen:

ZIELEERGEBNIS
Das EdVino als Gebäude erhalten.Der Eigentümer hat im städtebaulichen Vertrag zugesagt, das Gebäude zu erhalten.
Durchgangsverkehr vermeiden.  Das Verkehrsgutachten geht von keinem erhöhten Durchgangsverkehr aus und hat aufgezeigt, dass es auch zu keinem Stau an der Zufahrt / Ausfahrt kommen wird. Das Gutachten wurde nach den üblichen Methoden erstellt, auch wenn behauptet wird, es würde von falschen Zahlen ausgehen.
Möglichkeiten für eine fußläufige Querung umsetzen. Ist erfolgt.
Sicherung des vorhandenen Schulweges zur Brüder-Grimm-Schule.Wird gesichert, durch die neue Durchwegung ergeben sich noch nie dagewesene Möglichkeiten, von Bischof-Ketteler- Straße zur Dietrich-Bonhoeffer-Straße zu gelangen.
Ein Stellplatzkonzept entwickeln, das auch dem Umfeld gerecht wird -kein zusätzlicher Parkdruck im öffentlichen Raum oder auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes.Es wurden neben der Stellplatzanzahl je Wohnung auch Besucherparkplätze festgesetzt, weitere Informationen erhalten Sie unten.
Eine hohe Aufenthaltsqualität im neuen Quartier zum Beispiel auch nach ökologischen
Gesichtspunkten sicherstellen.
Zukünftig gibt es weniger
versiegelte Fläche, dafür werden
Baumpflanzungen festgesetzt,
ein Spielplatz angelegt und mehr Raum für Begegnungen geschaffen.
Chancen prüfen, eine öffentliche Fuß- und
Radwegeverbindung von der Anne-Frank-Straße zur Bischof-Ketteler-Straße herzustellen.
Ist erfolgt, wird auf Kosten des
Eigentümers hergestellt und
unterhalten.
Eine attraktive Mischung aus locker angeordnetem Geschosswohnungsbau in
maximal drei- bis viergeschossiger Höhe sowie
Gebäude/Räume für Dienstleistungen und
Einzelhandel vorsehen.
Ist im L 21 wie nebenstehend umgesetzt.
Wohnungen über den Verkaufsräumen bauen.Ist im L 21 wie nebenstehend umgesetzt.
Parkplätze unterirdisch anlegen.Ist im L 21 wie nebenstehend umgesetzt.
Die Entwicklungsmöglichkeiten der angrenzenden Grundstücke der Stadt und der
Turngemeinde Lämmerspiel e.V. von 1905 darstellen.
Es wurde entsprechend dargestellt, dass sich eine zukünftige Bebauung
mit dem L 21 gut vereinbart.

Was hat die Stadt vom L 21?

Der Eigentümer hat sich verpflichtet, der Öffentlichkeit einen Weg durch das Areal zu ermöglichen, der sogar autofrei ist. Dieser wird auf Kosten des Eigentümers hergestellt und zukünftig unterhalten! Außerdem hat der Eigentümer zugesagt, auf dem Areal einen Spielplatz zu bauen und das EdVino zu erhalten.

Die Stadt muss dafür nichts bezahlen, der Gegenwert für die Allgemeinheit dürfte bei über 1 Mio. € liegen.

Wie wurden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt?

Erstmals fanden zu einem Bebauungsplan zwei Informationsveranstaltungen am 25.08.2020 und am 23.11.2020 statt. Die zweite Veranstaltung wurde sogar live im Internet übertragen.

Zudem konnten alle Bürgerinnen und Bürger Eingaben machen, die im Rahmen des Bebauungsplanverfahres berücksichtigt wurden. Auf www.muehlheim.de ist das gesamte Verfahren mit allen Präsentationen für jeden leicht aufzurufen.

Wurde das angrenzende Areal berücksichtigt?

Eine weitere Bebauung des angrenzenden Areals der TGL wurde dargestellt. Diese ist mit der jetzt vorgesehenen Bebauung gut vereinbar.

Wurden Belange für Natur und Umwelt berücksichtigt?

Es wurde ein Fachbeitrag Artenschutz – ökologische Bestandssituation erstellt, der weiterhin auf www.muehlheim.de einsehbar ist.

Reichen die Stellplätze aus?

Es wurde festgesetzt, dass für Wohnungen mit bis zu zwei Zimmern 1 Stellplatz, für 3-Zimmer-Wohnungen 1,5 Stellplätze und für Wohnungen ab 4 Zimmern 2 Stellplätze zu errichten sind. Darüber hinaus sind zahlreiche Besucherstellplätze zu schaffen.
Es gab noch nie höhere Anforderungen an die Schaffung von Stellplätzen!
Damit ist davon auszugehen, dass für alle Autos der Anwohner ein Stellplatz geschaffen wird und für Besucher ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, so dass es zu keinem Parkdruck in öffentlichem Raum durch den L 21 kommen wird.

Wie hoch wird eigentlich gebaut?

Es darf maximal 2-4 geschossig gebaut werden. Zudem wurde festgelegt, dass die Trauf- und Firsthöhe an der Bischoff-Ketteler-Straße nicht höher sein darf als es die heutigen Häuser schon sind. Außerdem werden die nach der HBO erforderlichen Abstandsflächen eingehalten.

Ist die Infrastruktur an Kinderbetreuungsplätzen ausreichend?

In Lämmerspiel gibt ist der Versorgungsgrad bei Krippenplätzen 46,3 % und übersteigt die Empfehlungen des Gesetzgebers (35 %). Bei Kindergartenplätzen liegt der Versorgungsgrad bei 142,5 %. Da die Stadt im Sommer 2021 bauseitig Vollversorgung im Stadtgebiet erreicht können nicht aus Lämmerspiel kommende Kinder zukünftig eine Einrichtung außerhalb Lämmerspiels besuchen. Die Schulbetreuung an der Brüder-Grimm-Schule hat mit 69,1 % einen der kreisweit höchsten Betreuungsangebote.

Für weitere Einwohnerzuwächse stellt die Infrastruktur somit entsprechende Angebote sicher.